Ideenwettbewerb: Startschuss gefallen

Der Ideenwettbewerb für Grabmale auf der Mustergrabanlage der Landesgartenschau 2017 kann beginnen. Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb sowie die Lagepläne.

Die Ausstellungsfläche „Grabgestaltung und Denkmal“ befindet sich in unmittelbarer Nähe des Kon- gresshauses und des Prinzenpalais. Insgesamt gibt es:

  • 10 Einzelgräber (1,20 x 2,50 m)
  • 17 Doppelgräber (2,40 x 2,50 m)
  • 8 Urnengräber (1,20 x 1,20 m)
  • 3 dreistellige Wahlgräber (3,60 x 2,50 m)
  • „Memoriam-Garten“ (Sonderform 7,20 x 2,50 m)



Als ein Bestandteil der Ausstellung „Grabgestaltung und Denkmal“ sollen Denkmale bzw. Grabzeichen gezeigt werden. Erwünscht sind kreative, mutige Ideen; bei der Umsetzung dieser Ideen gibt es keine einengende Friedhofssatzung oder ähnliches.


Nach der Auswahl der Grabzeichen erfolgt eine Zuordnung zu den Grabstellen und anschließend eine Zulosung zu den teilnehmenden Friedhofsgärtnern. Sobald diese erfolgt ist, ist zwingend eine Abstim- mung zwischen Steinmetz/Bildhauer und Friedhofsgärtner erforderlich. Dafür ist dem Friedhofsgärtner zunächst ein Foto des Entwurfs mit eindeutigen Größen- und Farbangaben zur Verfügung zu stellen. Nach der Fertigstellung des Grabmals erhält der Friedhofsgärtner zeitnah ein Foto per Mail. Friedhofs- gärtner und Steinmetze/Bildhauer, die gemeinsam ein Mustergrab gestalten, halten in der Planungs- und Umsetzungsphase regelmäßig Kontakt, um die Entwürfe aufeinander abzustimmen.


 
1.    Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind Steinmetz- und Bildhauerbetriebe, die einer Innung in Nordrhein-Westfalen angehören. Jeder Teilnehmer kann mehrere Wettbewerbsvorschläge einreichen.


2.    Gestaltungsrichtlinien
Als Material dürfen Naturstein, Holz und geschmiedetes, geschweißtes oder gegossenes Metall ver- wendet werden. Andere Materialien wie Glas oder Edelstahl sind als Beiwerk zugelassen. Eine allseitig gleichwertige Gestaltung der Denkmale wird erwartet.


Alle Grabzeichen müssen eine Beschriftung aufweisen, denn die Beschriftung ist für den Betrachter ein wesentlicher Bestandteil des Grabzeichens. Neben dem Namen und Daten kann das Grabzeichen mit weiterem Text versehen werden.


Die Maße der Grabzeichen sollen, unabhängig vom Material, in einem angemessenen Verhältnis zur Fläche der Grabstätte stehen. (Die Fundamente werden nach Angaben des Steinmetzen/Bildhauers oberflächlich ausgeführt.


Zugelassen sind ausschließlich neue Grabzeichen; Grabzeichen, die bereits auf anderen Gartenschauen ausgestellt wurden, sind nicht zulässig.


3.    Anzahl und Art der Grabflächen
Insgesamt stehen 38 Mustergräber zur Verfügung. Davon sind 8 Urnengräber, 10 Einzelgräber 17 Dop- pelgräber und 3 dreistellige Gräber. Es muss bei der Bewerbung vermerkt sein, für welche Grabart der Entwurf vorgesehen ist. Es wird aber darauf hingewiesen, dass die gewünschte Zuordnung nicht zwin- gend erfolgen muss.


Neben den traditionellen Grabformen wird es mit dem „Memoriam-Garten“ eine neue Grabform ge- ben, die durch eine park- oder gartenähnliche Gestaltung geprägt ist. Eingebettet in eine Gartenland- schaft sollen entweder 3 Grabzeichen oder alternativ ein größeres Grabzeichen aufgestellt werden. Viele Menschen wünschen sich künstlerisch  anspruchsvolle  und  gleichzeitig  pflegeleichte  Grabanla- gen; dieses Thema soll mit dem „Memoriam-Garten“ aufgegriffen werden.


4.    Einzureichende Unterlagen und Termine
•    Ein Modell im Maßstab 1:10 in weiß
•    Eine Zeichnung im Maßstab 1:1 mit Erläuterungen, Schrift und Symbol sowie Angaben über Ma-
terial und Bearbeitung
•    Ggf. ein Foto von bereits vorhandenen Grabzeichen (Achtung: Es dürfen keine Grabzeichen ver- wendet werden, die schon einmal öffentlich auf einer BUGA oder LGS ausgestellt wurden)


Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt. Jeder Entwurf ist mit einer selbst gewählten Kennnum- mer, bestehend aus einem Buchstaben und einer dreistelligen Zahl zu kennzeichnen. Die Kennzeich- nung erfolgt auf der Zeichnung oben rechts, am den Modellen auf der Rückseite. In einem verschlos- senen Briefumschlag, der ebenfalls die Kennnummer tragen muss, ist eine Postkarte beizufügen, die Name und Anschrift des Einsenders enthält.


Alle Einsendungen sind zu richten an:
Kreishandwerkerschaft   Paderborn-Lippe
„Ideenwettbewerb LGS 2017“
Waldenburger Straße 19
33098  Paderborn




Die vollständigen Wettbewerbsunterlagen sind bis zum 16.09.2016, 16:00 Uhr einzureichen. Es gilt der Eingangsstempel  der  Kreishandwerkerschaft  Paderborn-Lippe.


Die teilnehmenden Betriebe werden über die Entscheidung der Jury bis zum 7.10.2016 informiert.



Die durch die Jury zugelassenen Grabzeichen müssen bis zum 01. Februar 2017 gefertigt werden. Das Foto des endgültigen Grabzeichens muss dem Friedhofsgärtner bis zum 01. Februar 2017 übersendet werden.


5.    Jury
Die Jury besteht aus folgenden Mitgliedern:
•    Heinrich Sperling, Geschäftsführer der LGS Bad Lippspringe GmbH
•    Bernd Dirks, Landesinnungsmeister des LIV des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Westfalen- Lippe
•    Prälat Thomas Dornseifer, stv. Generalvikar des Erzbistums Paderborn
•    Doris Fecke, Landschaftsarchitektin BDLA
•    Hans-Hubert  Rodenbröker,  Kreisgärtnermeister  Kreis  Paderborn
 
6.    Kosten und Versicherung
Auf jeder Mustergrabstätte wird von der Fördergesellschaft Gartenbau Westf.-Lippe mbH ein Schild aufgebracht, auf welchem für die Besucher die Namen und Kontaktdaten der Friedhofsgärtner und Steinmetze sowie die verwendeten Pflanzen/Materialien angegeben werden.


Die Kosten für die Anlieferung und den Rücktransport trägt der Aussteller. Die Ausstellungsstücke sind während der Dauer der Landesgartenschau nicht versichert. Eine Versicherung gegen Transportschä- den besteht ebenfalls nicht. Die Fördergesellschaft Gartenbau Westf.-Lippe mbH,  Dortmund  über- nimmt im Auftrag der Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017 GmbH die Kosten für das Fundament in einer pauschal definierten Höhe.  Der  ausführende  Steinmetzbetrieb  (Innungsmitglied)  wird  über eine beschränkte Ausschreibung ermittelt. Die Fundamente müssen spätestens am 15.02.2017 fertig- gestellt sein. Für die Regulierung von Schäden, die beim Auf- und Abbau entstehen, ist das ausführende Unternehmen  verantwortlich.


7.    Prämierung
Die teilnehmenden Grabzeichen werden innerhalb  der  ersten  vier  Wochen  der  Landesgartenschau, also spätestens bis zum 15. Mai 2017, prämiert. Hierbei werden von einer Bewertungskommission ins- besondere die Form des Grabmales, die Bearbeitung, die Symbolik, die Schrift sowie der Gesamtein- druck bewertet. Diejenigen Grabzeichen, die ein insgesamt hohes gestalterisches Niveau haben, erhal- ten Prämien in Form von Gold-, Silber- und Bronzemedaillen.


Die Bewertungskommission besteht aus folgenden Mitgliedern:
•    Bernd Dirks, Landesinnungsmeister des LIV des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Westfalen- Lippe
•    Jörg Hahn, Landesinnungsmeister des LIV für das nordrheinische Steinmetz- und Steinbildhauer- Handwerk
•    Heinz-Werner  Horn,  Obermeister  der  Innung  für  das  Steinmetz-  und  Steinbildhauerhandwerk Bielefeld
•    Norbert Köchling, Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauer-Innung Hochsauerland
•    Hans-Bernhard Vielstädte, Obermeister der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe


8.    Fotorechte
Der Aussteller erklärt sich bereit, dass alle von der Gesamtanlage oder von einzelnen Mustergräbern für diesen Zweck gemachten Fotos von den Landesinnungsverbänden, der Kreishandwerkerschaft Pa-
 
derborn-Lippe, dem Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe e.V., der Gesellschaft für Dauergrab-
pflege Westf.-Lippe mbH und von der Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017 GmbH für die jeweilige verbandliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden darf, ohne dass eine Namensnennung erfolgt. Es besteht Konsens zwischen allen Beteiligten, dass der Zweck der Presse- und Öffentlichkeits- arbeit allein darin besteht, die Friedhofskultur zu fördern. Die Fotos werden ausschließlich für diesen Zweck  verwendet.


Eine Nutzung dieser Fotos durch einzelne Betriebe ist untersagt. Ausnahme ist die Nutzung durch den jeweils zugelosten Mitaussteller, d.h. die Arbeitsgemeinschaft aus Bildhauer/Steinmetz und Friedhofs- gärtner darf das Bildmaterial gegenseitig verwenden.


9.    Veranstalter
Der Wettbewerb wird ausgelobt vom Landesinnungsverband für das nordrheinische Steinmetz- und Steinbildhauer-Handwerk und vom Landesinnungsverband des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Westfalen-Lippe in Verbindung mit dem Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe e.V. Die Durch- führung des Wettbewerbs obliegt der Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe.


10.Werbebroschüren/Flyer
Es wird ein Flyer mit Fotos aller Grabstätten und Details zu den Ausstellern und Materialien angefer- tigt (Beauftragung durch die Fördergesellschaft Gartenbau Westf.-Lippe mbH).
An den Kosten des Flyers beteiligen sich die beiden Landesverbände der Bildhauer und Steinmetze jeweils mit 1.000,- €. Die Flyer werden am Infopavillon zur Mitnahme ausgelegt.


Paderborn, 19. April 2016


Im Auftrag des
Landesinnungsverbandes des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks Westfalen-Lippe und des
Landesinnungsverbandes für das nordrheinische Steinmetz- und Steinbildhauer-Handwerk

Steinmetz- und Bildhauer-Innung Paderborn-Lippe



 

>>>>>>>Hier finden Sie die komplette Ausschreibung als pdf zum Download

 

 

Zur Ansicht der Lagepläne klicken Sie bitte auf die beiden Miniaturbilder!

 

>>>>> zurück zur Startseite